Der frühe Vogel – der Branchennews-Überblick am Morgen:
• Wirtschaftsflaute belastet den Mittelstand
• DSGVO ist zu kompliziert
• Apple setzt auf KI-Experten
Dem deutschen Mittelstand haben die letzten Jahre erheblich zugesetzt. Wie aus dem Geschäftsklimaindex der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht, ist die Lage der mittelständischen Unternehmen hierzulande so schlecht, wie zuletzt zu Hochzeiten der Coronakrise. Das Stimmungsbarometer ist erstmals seit Ende 2020 wieder in den Minusbereich gerutscht, sowohl Umsätze als auch Erträge, Auftragseingänge und Beschäftigungszahlen haben sich laut der Befragung und im Vergleich zum letzten Jahr alle verschlechtert. „Die Unternehmen sind in den Abwärtssog aus Inflation und Rezession geraten“, fasst die Creditreform die Ergebnisse der Erhebung unter mehr als 1.200 Unternehmen bei der FAZ zusammen. Neben der deutlich gesunken Kaufbereitschaft belastet den Mittelstand vor allem die hohen Zinsen und die daraus resultieren extremen Kostensteigerungen.
Der Blick in die Zukunft fällt bei den meisten Unternehmen dennoch vorsichtig positiv aus. Rund ein Fünftel rechnen in den kommenden Monaten mit steigenden Erträgen, ein Viertel geht eher von einem Rückgang aus. „Die Wirtschaft erwartet ein Aufatmen, aber nicht jetzt, nicht in den nächsten Monaten, sondern frühestens zum Jahreswechsel“, erklärt Creditreform-Chefökonom Patrik-Ludwig Hantzsch. Dennoch herrscht bei den deutschen Firmen nach wie vor große Unsicherheit, ganz besonders was die weiteren Folgen des Ukraine-Krieges angeht. Aus diesem Grund bleibt auch die Investitionsbereitschaft weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Nur 38,4 Prozent der Unternehmen planen derzeit Investitionen, der niedrigste Wert seit rund 20 Jahren.
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