Geringere Priorität in der Führungsetage?
Dass den Unternehmen diesbezüglich eine gewisse Verantwortung zukommt, zeigt sich in der Zustimmung zur Aussage: „Mein Unternehmen interessiert sich für mein persönliches Wohlergehen“: Im letzten Jahr hätte dies noch jede:r Dritte bejaht, jetzt ist es nur noch ein Viertel. Doch scheint dieses Thema in den Firmen aktuell nicht mehr ganz so weit oben auf der Agenda zu stehen: „Während Corona war das Wohlbefinden der Beschäftigten Topthema in Deutschlands Chefetagen, heute ist es aufgrund der multiplen Krisen leider wieder ein wenig vom Radar verschwunden“, kommentiert Marco Nink Gallup zu den Umfrageergebnissen.
Vielen Beschäftigten ist das Thema Work-Life-Balance allerdings nach wie vor sehr wichtig – ein Mangel derselben stellt neben dem Gehalt einen der wichtigsten Kündigungsgründe dar. Und wie eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, sind zwei Drittel der Berufstätigen auch noch im Sommerurlaub erreichbar – und dass, weil mehr als die Hälfte glaubt, dass Vorgesetzte einerseits sowie Kolleg:innen andererseits dies auch von ihnen erwarten. „In Zeiten von Homeoffice und mobilem Arbeiten vermischen sich bei vielen Berufstätigen im Arbeitsalltag private und berufliche Tätigkeiten. Umso wichtiger ist deshalb, den Urlaub zur Erholung zu nutzen“, mahnt deshalb etwa Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Arbeitgeber sind hier in der Pflicht, klare Regeln wie Vertretungslösungen zu etablieren, zu kommunizieren und durchzusetzen. Der Urlaub sollte nur im äußersten Notfall gestört werden.“
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