Folgen der langfristig hohen Nahrungsmittelpreise
Vor allem im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich, dass die realen Umsätze gesunken sind – hier wurde ein Minus von 3,6 Prozent gemeldet. Mit Blick auf die nominale Preisveränderung gab es hingegen eine Steigerung von 2,8 Prozent. „Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das deutlich gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider“, heißt es zur Erläuterung.
Diese große Lücke zwischen realen und nominalen Erlösen werde vor allem mit Blick auf die Lebensmittelpreise deutlich. Im Vergleich zum Mai 2022 ging in diesem Bereich der reale Umsatz um 4,4 Prozent zurück, während der nominale Umsatz um 6,7 Prozent anwuchs. „Damit ist der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel im Vorjahresvergleich bereits seit 23 Monaten rückläufig“, schreibt die Statistikbehörde. Die Preise für Nahrungsmittel sind langfristig stark gestiegen, was die höheren nominalen Umsätze für Händler zur Folge hat – real jedoch zu Einbußen führt. Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine werde dieser Abstand immer größer.
Die Lebensmittelpreise blieben auch im Mai dieses Jahres der stärkste Preistreiber unter den Güterbereichen, wenngleich sich die Preiserhöhungen hier mit einem Plus von 14,9 Prozent aktuell zumindest im Vergleich zu März und April ein wenig abgeschwächt haben.
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