Krieg, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung, Folgen des Klimawandels – etwa 108,4 Millionen Menschen waren 2022 laut UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, weltweit aus diesen Gründen auf der Flucht. Bis Mai soll die Zahl bereits auf 110 Millionen Menschen angestiegen sein. Erst kürzlich verständigten sich die EU-Innenminister auf eine Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), die von Migrationsforschenden sowie Asyl- und Menschenrechtsorganisationen hierzulande als rechtspolitisch und auch fehlerhaft eingestuft wird, wie u. a. der Deutschlandfunk zur Reform berichtete. Umso wichtiger erscheint es vor diesem Hintergrund, für das Thema Flucht und auch Inklusion zu sensibilisieren.
Dies hat sich beispielsweise auch Ikea auf Fahnen geschrieben. „Es war noch nie so wichtig wie heute, geflüchteten Menschen eine Stimme zu geben und Türen zu Arbeitsplätzen zu öffnen“, sagt Nicole Peper, People & Culture Managerin bei Ikea Deutschland. Man sehe sich als humanistisches Unternehmen in der Verantwortung, ihnen zur Seite zu stehen, betont sie. Im Zuge dessen unterstützt der schwedische Möbelkonzern hierzulande unter anderem die Pro-Asyl-Initiative #RechtaufZukunft. „Damit begrüßen wir als Unternehmen das Vorhaben der Bundesregierung, mit dem Chancen-Aufenthaltsrecht neue Perspektiven für hunderttausend Menschen zu schaffen“, erklärt Peper. Dies sei sowohl aus humanistischer als auch aus wirtschaftlicher Perspektive geboten. „Denn nur mit einer Gesetzesreform, die bürokratische Hürden abbaut und Menschen echte Zukunftsperspektiven bietet, kann es dem Einzelhandel und der gesamten Wirtschaft langfristig gelingen, dem Fachkräftemangel zu begegnen und Deutschland als modernes Einwanderungsland zu etablieren“, so die Ikea-Managerin.
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