In den H&M-Filialen weltweit gibt es seit vielen Jahren weiße Boxen, in denen getragene oder nicht mehr benötigte Kleidung abgegeben werden kann. Im Gegenzug für diese Kleiderspende winkt das Unternehmen mit einem Rabattgutschein für den nächsten Einkauf. Die gebrauchte Ware werde sortiert und, soweit die Modeartikel noch tragbar sind, weiterverkauft, umgewandelt oder recycelt, erläutert Hennes & Mauritz auf der eigenen Webseite. Das Sammelsystem gibt es bereits seit 2013.
Doch wie investigative Recherchen der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet vergangene Woche zutage förderten, scheinen diese Versprechen nicht gänzlich zu greifen. Zu diesen Vorwürfen hat H&M nun aktuell Stellung bezogen. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass gute Ansätze und die Realität in der Modebranche noch nicht zusammenpassen.
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Stattdessen werden bestenfalls Altkleider hier in Deutschland gesammelt und dann in arme Staaten geschafft, allen voran auf den afrikanischen Kontinent. Dort zerstören sie nachhaltig die lokale Textilindustrie . Denn selbstverständl ich können die lokalen Produzenten mit praktisch kostenlos den Markt überflutender Kleidung nicht mithalten. Es zerstört die Lebensgrundlage vieler Menschen, insbesondere der besonders armen. Und das nur, damit in Deutschland jemand ein vermeintlich gutes Gewissen hat.
Würden dagegen Altkleider, die entsorgt werden, wie aller andere Müll in Deutschland auch einfach in eine Müllverbrennung sanlage wandern, so würden sie dort Energie liefern und den Menschen in der Textilwirtschaf t in armen Ländern die Möglichkeit geben, ein kleines Einkommen zu generieren, um ihre Familien zu ernähren.
Deshalb kann ich nur hoffen, dass immer mehr Menschen in Deutschland, die ihre Kleidung entsorgen wollen, abgesehen von akuter und klar definierte Nothilfe ihre Altkleidung einfach in den Restmüll geben. Damit tun sie etwas für die Umwelt und vor allem nehmen sie nicht unwissentlich den ganz besonders Armen auf dieser Welt ihre Lebensgrundlage .
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