Der Wert der konfiszierten Produkte in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2022 wurden Waren im Wert von 435 Millionen Euro vom Zoll beschlagnahmt, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 38 Prozent entspricht. Noch deutlicher ist der Anstieg im Vergleich zum Jahr 2020: mit einem Zuwachs von 81 Prozent. Eine aktuelle Studie, über die Heise berichtet, liefert einen Grund für diese alarmierenden Zahlen.
Die Untersuchung, bei der mehr als 33.000 Personen aus 40 Ländern befragt wurden, wurde von der IPC (International Post Corporation) durchgeführt. Sie zeigt, dass 37 Prozent der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren bewusst gefälschte Produkte erwerben. Allerdings gaben auch 37 Prozent an, dass sie bereits unbewusst gefälschte Produkte gekauft haben.
Besonders beliebt bei den gefälschten Produkten ist Markenkleidung. Laut der Studie nannte die Hälfte der Befragten den Preisvorteil als Grund dafür, während 27 Prozent angaben, dass es ihnen egal sei, ob die Ware gefälscht sei oder nicht.
Die Studie untersuchte auch das grenzüberschreitende Einkaufen der Befragten. Der E-Commerce macht es Verbraucher:innen leicht, Waren aus dem Ausland zu bestellen, und die Befragten zeigten keine Scheu vor dem internationalen Handel. Die beliebteste Plattform für den internationalen Einkauf war mit über 27 Prozent Amazon, gefolgt von dem Billiganbieter Alibaba bzw. Aliexpress mit gut 17 Prozent. Ebay (9 Prozent), Shein (6 Prozent) und Wish (5 Prozent) wurden ebenfalls häufig genutzt.
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Wie passt das denn zusammen?
Eigentlich ganz einfach: Die Leute wollen kein Adidas, die wollen einen Turnschuh, der funktioniert.
Adidas garantiert das zwar, aber wennd as Geld dafür nicht reicht, dann muss eben ein No Name her, der vermutlich das selbe zum halben Preis leistet.
Gebt den Leuten genügend Geld, dann kaufen sie auch wieder Marke.
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Antwort der Redaktion
Hallo,
eine kleine Klarstellung: No Name bedeutet nicht gleich Fälschung.
Laut der Studie kaufen junge Erwachsene gerade Sachen, die so tun, als wären sie das Markenprodukt.
Mit den besten Grüßen
die Redaktion
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