Geht es in der Wirtschaft nun tatsächlich wieder etwas aufwärts? Das jedenfalls lassen die aktuellen Konjunkturprognosen der sogenannten Wirtschaftsweisen, die die deutsche Bundesregierung beraten, vermuten. Sie hatten noch im November des vergangenen Jahres mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet, korrigierten ihre Prognosen aber nun: Statt einem Minus von 0,2 Prozent werde jetzt von einem leichten 0,2-prozentigen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ausgegangen. Noch besser sind die Aussichten für 2024 – für das kommende Jahr wird mit einer Steigerung von 1,3 Prozent gerechnet.
Der Höhepunkt der Inflation sei inzwischen überschritten: Die Rate wird im laufenden Jahr voraussichtlich zwischen 6,6 und 6,9 Prozent liegen, erst 2024 könnte der Wert um 3,0 Prozent sinken.
Damit liegt die Inflationsrate noch deutlich über dem Normalniveau. Die Folgen sind auch künftig spürbar, etwa durch geschwächten Konsum: „Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust, die schlechteren Finanzierungsbedingungen und die sich nur langsam erholende Auslandsnachfrage verhindern einen stärkeren Aufschwung in diesem und im kommenden Jahr“, führt die Vorsitzende des Sachverständigenrates, Monika Schnitzer, laut Tagesschau aus. Hohe Preise seitens der Erzeuger und Lohnsteigerungen würden dazu führen, dass die Verbraucherpreise auch bis ins nächste Jahr hinein noch vergleichsweise hoch ausfallen.
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