14.590 Unternehmensinsolvenzen meldeten die Amtsgerichte im vergangenen Jahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das entspricht einem Anstieg um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt betont, habe es zuletzt während der Finanzkrise 2009 einen Anstieg im Vorjahresvergleich gegeben – seitdem ging die Zahl der Firmenpleiten kontinuierlich zurück.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den im letzten Jahr gemeldeten Unternehmensinsolvenzen sollen den Amtsgerichten zufolge bei rund 14,8 Milliarden Euro liegen. Im Jahr 2021 lagen die Forderungen bei rund 48,3 Milliarden Euro. Das Statistische Bundesamt erklärt den deutlichen Rückgang der Forderungen bei einem Anstieg der Anzahl der Insolvenzen damit, dass im Jahr 2021 „mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt haben“ als im Vorjahr.
Im Februar dieses Jahres stieg die Zahl der Firmeninsolvenzen im Vergleich zum Vormonat um 10,8 Prozent. Dabei sei allerdings zu beachten, dass die Pleiten erst in die Statistik einfließen, wenn das Insolvenzgericht eine erste Entscheidung getroffen hat. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt häufig fast drei Monate zurück.
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