Über fast alle Wirtschaftszweige hinweg gibt es geschlechtsbedingte Ungleichheiten. Vor allem in Bezug auf Arbeitszeit und Einkommen seien Frauen „in vielerlei Hinsicht benachteiligt“. Das ergab eine umfassende Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung anlässlich des Equal-Pay-Day und Internationalen Frauentags. Im Zuge der Untersuchung wurden Daten des Statistischen Bundesamts und der Bundesagentur für Arbeit aus 2021 und 2022 ausgewertet.
In 45 von 46 Branchen werden Frauen schlechter bezahlt als die männlichen Kollegen. Stand 2022 beträgt die sogenannte Gender Pay Gap, also der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen, in der Gesamtwirtschaft 18 Prozent: Männer verdienen branchenübergreifend im Schnitt 24,36 brutto pro Stunde – Frauen 20,05 Euro.
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