Es läuft aktuell nicht beim Unterhaltungskonzern Walt Disney. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, plane man ein Umgestaltung, Disney will sich neu aufstellen und in diesem Zuge rund 7.000 Stellen streichen. „Es ist Zeit für eine weitere Transformation“, bestätigte Disney-Chef Bob Iger laut dem Handelsblatt. Rund vier Prozent der Belegschaft sind von den Kürzungen betroffen. Nach eigenen Angaben will Disney Abläufe straffen, Geschäfte effizienter gestalten und Kosten senken, insgesamt soll durch die Umstrukturierung an die 5,5 Milliarden Dollar eingespart werden.
Disney musste mit dem hauseigenen Streamingdienst Disney+ erst kürzlich einen Rückschlag einstecken. Erstmals verlor man Abonnenten, zum Jahresende 2022 verzeichnete man 161,8 Millionen Nutzer weltweit und damit ein Prozent weniger als noch im dritten Quartal des vergangenen Jahres. Damit verlor Disney+ im Kampf der Streamingdienste und gegenüber Netflix ordentlich an Boden, der Konkurrent konnte im vierten Quartal 2022 ein überraschendes Wachstum von 7,6 Millionen Nutzer auf 231 Millionen verzeichnen. Hintergrund der rückläufigen Abozahlen waren unter anderem der Rechteverlust von Cricket-Sportrechten in Indien.
Auch mit Blick auf die Umsätze sieht es bei Disney+ alles andere als rosig aus. Hier wurden im Schlussquartal erneut eine Milliarde Dollar Verlust verzeichnet, insgesamt beläuft sich dieser seit der Gründung 2019 nun auf neun Milliarden Dollar, bis 2024 will der Streamingdienst profitabel agieren. Um das zu erreichen, will der Konzern auch in der Streamingsparte ordentlich einsparen. 2,5 Milliarden Dollar sollen bei Vertriebs-, Betriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten gekürzt werden, drei Milliarden Dollar durch den Wegfall von Stellen und Kürzungen bei Nicht-Sport-Inhalten.
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