In vielen, vornehmlich westlich geprägten, Ländern wird im Schnitt 40 Stunden pro Woche gearbeitet. Doch immer öfter steht die hohe Stundenanzahl auf dem Prüfstand. Etwa, weil die Work-Life-Balance sowie Arbeitszeitflexibilität – nach Gehalt, Erreichbarkeit und Betriebsklima – für fast jeden Zweiten ein relevantes Kriterium bei Stellenanzeigen sind, wie der Personaldienstleister Randstad ermittelte. Oder, weil – noch immer mehrheitlich – Frauen oft nicht Vollzeit arbeiten (können), obwohl es ihrer Karriere zugutekäme.
Der demografische Wandel hat den Konkurrenzdruck um neue Talente erhöht – und so experimentieren immer mehr Firmen mit neuen Arbeitszeitmodellen. Und so hat das eine oder andere Unternehmen bereits die 4-Tage-Woche eingeführt – bei 100 Prozent Lohn. Das trifft vorrangig auf Agenturen zu, doch auch der Modehändler Gerry Weber oder erstmals der deutsche Logistiker Cargo Truck probieren sich daran. Für Arztpraxen hält man diese Variante ebenfalls für sinnvoll.
Ist man denn nun durch weniger Arbeitszeit wirklich produktiver? Wir werfen einen Blick auf diese Frage und wie in zwei Variationen der 4-Tage-Woche mit diesem Thema umgegangen wird.
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Ich; selbst Unternehmer; habe jahrelang 50-60 Stunden / Woche abgeleistet - bei 100% Effizenz. Dafür bin ich heute mit 50 finaziell unabhängig und könnte ohne Probeleme in Rente gehen. DAS nenne ich Work-Life-Balan ce !
Läge die Effizenz der Mitarbeiter bei einer 4-Tage Woche dann genauso hoch wie bei einer 5-Tage Woche, würde ich das sofort in meinem Unternehmen einführen - dann aber auch zu den arbeitsrechtlic hen Bedingungen von den Ländern, woher solche Ideologien kommen.
Heute liegt die Effizenz-Quote vieler Mitarbeiter bei lediglich 70%, weil man ja ständig und permanent während der Arbeitszeit ins Handy klotzen muss. Genau dieses "Volk" schwafelt von einer 4 Tage Woche (bei vollem Lohnausgleich), um noch länger ins Handy klotzen zu können; von wegen Prime-Time mit der Familie. "Burn-out" mit 20 aber noch wie wirklich gearbeitet bzw. was geleistet.
Dazu kommt staatlich geförderte "Arbeitsunlust" . Arbeiten ? Wenn, dann nur noch bei vergoldeten Bedingungen.
Neulich bei uns: Schulabgänger mit 19 phantasiert von einer 30/35 Stundenwoch, EUR 45.000 Brutto + Firmenwagen, min. 30 Tage Urlaub; Homeoffice runden die Grundbedingunge n ab. Auf die Frage hin, auf welcher Grundlage diese "Forderungen" basieren, heißt es nur: hab ich gegoogelt.
Willkommen in Lala-Land bei explodieren Preisen und steigender Altersarmut.
Mein Nachbar lässt sich gerade sein Haus renovieren. Slowenische Bauarbeiter die von Mo. - Sa. von 07.00 - 19.00 täglich da sind. Werde mal rüber gehen und die nach deren Work-Life-Balan ce fragen...
Geanu solche Leute werden wir brauchen, um die Stand heute bereits fehlenden 600.000 Wohnungen, 10.000 Windkrafträder, Digitalisierung und weitere dringende Vorhaben zu realisieren. Bei dem aktuellen Fachkräftemange l und einer 4-Tage-Woche Ideologie, würden wir min. 5.000.000 "Fachkräfte-Zuw anderer" benötigen.
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Wenn ich in kürzerer Arbeitszeit von meinetwegen 4 Tage pro Woche statt 5 produktiver bin als vorher, bedeutet das doch nichts anderes, als dass ich mir in 20% meiner bisherigen Arbeitswoche die Eier geschaukelt habe.
Dass diese Arbeitseinstell ung plötzlich umschlägt in 100%+ Commitment, wage ich dann doch zu bezweifeln.
Andersherum scheint bei 20%iger Produktivitätsv erschwendung in einer 5-Tage-Woche in dem Unternehmen vieles im Argen zu sein - und nicht nur, dass die Beschäftigten ein Fünftel ihrer Arbeitszeit offenbar verschwenden bzw. unproduktiv verbringen.
Gleichzeitig bedeutet die Komprimierung der Arbeitszeit auf 4 statt 5 Tage pro Woche zwar zweifellos mehr Erholungszeit für den Arbeitnehmer - aber gleichzeitig steigt doch auch die Erwartung, an den verbleibenden 4 Tagen auch wirklich reinzuhauen. Der Arbeitsdruck wird also deutlich höher. Ob das nun der Work-Life-Balan ce so zuträklich ist und den "inneren Kündigern" entgegen wirkt?
Ich habe an dem Projekt generell so meine Zweifel...
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