Tesla-Chef Elon Musk muss sich in San Francisco vor Gericht verantworten: Der Milliardär soll mit irreführenden Tweets den Aktienkurs des Autobauers beeinflusst haben, so der Vorwurf. Nun hat das Zivilverfahren gegen Musk vor einem Bundesgericht begonnen, berichtet die Zeit. Im Mittelpunkt des Prozesses steht dabei ein Tweet von Musk, in dem er angekündigt hatte, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert, schrieb Musk im August 2018.
Dieser Tweet löste große Kursschwankungen der Tesla-Aktie aus. Musk machte später allerdings einen Rückzieher – die Finanzierung sei keinesfalls gesichert. Investoren werfen Musk mit diesen Aussagen „künstliche Manipulation“ des Preises der Tesla-Aktie vor. Das Ziel des Milliardärs sei es gewesen, allen Investoren zu schaden, die auf einen sinkenden Aktienkurs gewettet hatten. Es folgte eine Klage der Investoren gegen den Unternehmer.
Der Antrag von Musks Anwälten, den Prozess nach Texas zu verlegen, wurde vom Bundesrichter Edward Chen abgelehnt. Musks Team hatte argumentiert, dass die öffentliche Meinung in San Francisco gegen den Tesla-Chef gerichtet sei. Deshalb könne Musk in der Stadt keinen fairen Prozess vor einer Jury erwarten. Chen hielt dagegen, dass eine unparteiische Jury durchaus aufgestellt werden könne.
Die Geschworenen müssen entscheiden, ob Musks Aussagen den Anlegern Schaden zugefügt haben und ob Musk bewusst Falschaussagen gemacht hatte. Der Prozess ist auf drei Wochen angesetzt. Auch der Tesla-Chef soll selbst als Zeuge aussagen.
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