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Niederlande erwägen Verbot von „Buy now, pay later“ für Händler von Alkohol

Veröffentlicht: 20.12.2022
imgAktualisierung: 21.12.2022
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
20.12.2022
img 21.12.2022
ca. 3 Min.
Mann shoppt online mit Wein
© Oleg Elkov / shutterstock.com
Ein niederländischer Staatssekretär möchte ein landesweites Verbot von Anbietern zum späteren bezahlen beim Online-Handel mit Alkohol erwirken.


In den Niederlanden ist es gesetzlich verpflichtend, in einem Online-Shop sogenannte „Buy now, pay later“-Methoden (BNPL) anzubieten. Zu bekannten Anbietern zählen dabei Klarna und auch PayPal. Doch der niederländische Staatssekretär für öffentliche Gesundheit, Maarten van Ooijen mahnt nun an, dass diese die Hemmschwelle für Alkoholkonsum drastisch senken, und somit für alkoholkranke Menschen ein erhöhtes Risiko bieten. Seine Forderung ist daher, dass Online-Shops für Alkoholkäufe keine BNPL-Zahlungen anbieten, wie EcommerceNews Europa unter Berufung auf die niederländischen RTL Nieuws berichtet. 

Zu geringe Hemmschwelle

Dank Anbietern wie Klarna und Co. geht Online-Shopping heutzutage bequemer denn je. Einfach die gewünschten Artikel in den Warenkorb legen und wenige Tage später sind sie daheim. Zahlung? Das ist ein Problem für die Zukunft. Der moderne Online-Shopper lebt im Hier und Jetzt.

Eine Mentalität, die bereits des Öfteren wegen der Gefahr sich zu verschulden in Kritik stand. Doch in Bezug auf den Handel mit Alkohol im Internet wird ein weiteres Problem deutlich: Denn alkoholkranke Menschen können aufgrund von BNPL-Zahlungen Alkohol bestellen, ohne direkt zahlen zu müssen. Ein Risiko, welches der niederländische Staatssekretär van Ooijen jetzt anprangert.

„Ich teile die Befürchtung, dass diese Zahlungsmethode (gefährdete) Zielgruppen dazu verleiten kann, mehr Alkohol zu bestellen und damit das Risiko des Alkoholkonsums und alkoholbedingter Schäden zu erhöhen“, sagte van Ooijen gegenüber RTL Nieuws. 

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Gesetzliche Lage ist verzwickt

Doch wie sollten sich niederländische Online-Händler nun verhalten? Schließlich ist das Angebot von BNPL-Diensten gesetzlich verankert. Wie van Ooijen weiter ausführte, arbeite er derzeit bereits mit einigen Händlern zusammen, um im Rahmen der gesetzlichen Verfügungen die Nutzung von Klarna und Co. zu umgehen. 

Das Kabinett rund um van Ooijen nimmt die Lage jedenfalls ernst, und arbeitet jetzt an einem Weg, um ein Verbot für BNPL beim Alkoholverkauf einzuführen. Grundlage dieses Verbotes könnte dabei das im Land geltende Alkoholgesetz sein. Dieses zielt mit einer Reihe von Maßnahmen darauf ab, den Kauf von Alkohol zu erschweren. 

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Veröffentlicht: 20.12.2022
img Letzte Aktualisierung: 21.12.2022
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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