Wie Menschen Unternehmen führen, scheint sich insgesamt zu verändern: Freude an der eigenen Tätigkeit, aber auch das Gefühl, etwas Sinnstiftendes zu tun, treibt die Mehrheit der Personen in leitenden Positionen an, wie das „Management Barometer 2022/2023“ der Beratungsfirma Odgers Berndtson ergab. Für die inzwischen zum 12. Mal durchgeführte, jährliche Untersuchung wurden über 1.500 Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft befragt.
Der Fokus lag in diesem Jahr insbesondere auf der herausfordernden und sich verändernden wirtschaftlichen Situation und einem Wohlstandsverlust, von dem mehrere Wirtschaftsinstitute für Deutschland angesichts eines gesamtgesellschaftlichen Kaufkraftentzugs vor dem Hintergrund von Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation ausgehen. Dass in einem zunehmend unsicheren, volatileren und komplexeren Umfeld agiert werden muss, spiegele sich den Ergebnissen zufolge in der Haltung und Einstellung der Führungskräfte wider.
Es werde eher Wohlfühlfaktoren festgehalten, als „Innovationen voranzutreiben und dafür die Meile mehr zu gehen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben“, erläutert Odgers Berndtson zur Studie. Mehr noch: „Das Bewusstsein für eine globale Krise und eine mehr denn je unsichere Lage scheint nicht vorhanden.“ – Stattdessen würden sie in der individuellen Komfortzone bleiben.
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