Wer öfter im Homeoffice arbeitet, fehlt seltener aufgrund von Krankheit. Das geht aus einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus dem Jahr 2021 hervor, wie die Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mitteilt. Sogenannte Telearbeiter fehlten im Jahr demnach durchschnittlich 7,9 Tage krankheitsbedingt – Beschäftigte, die nicht von zu Hause arbeiteten, dagegen 12,9 Tage. Auf der anderen Seite geben Beschäftigte im Homeoffice häufiger an, Überstunden zu machen.
Die Bundesregierung begründet die geringeren Krankheitsausfälle damit, dass Beschäftigte mit der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, „häufiger ein hohes berufliches Anforderungsniveau, eine höhere Ausbildung, eine höhere berufliche Stellung und [...] deutlich häufiger geistige Tätigkeiten mit Informations- und Kommunikationstechnologien“ ausüben. Sie seien bei Bürotätigkeit seltener hohen physischen Belastungen ausgesetzt. Inwieweit aber Beschäftigte im Homeoffice trotz Krankheit öfter arbeiten – etwa bei Erkältungssymptomen oder Rückenschmerzen – führt der Bericht nicht aus. Die Antwort der Bundesregierung klärt nicht, ob Menschen im Homeoffice tatsächlich öfter krank sind, sondern lediglich, wie häufig sie tatsächlich krankheitsbedingt nicht arbeiten.
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