Jede dritte Filiale könnte schließen
Wie bereits vor gut 2 Jahren wird es auch im Zuge des aktuellen Schutzschirmes Einschnitte geben. Unternehmenschef Miguel Müllenbach erklärte gegenüber der FAZ, dass ein Drittel oder bis zu 45 der verbliebenen 131 Kaufhäuser geschlossen werden müssen. Betriebsbedingte Kündigungen seien demnach unvermeidbar.
Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, mit dem Unternehmen einen Tarifvertrag verhandeln zu wollen, der in der Notlage existenzsichernde Einkommen garantiere. Derzeit gibt es bei Galeria 17.000 Beschäftigte. Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft Stefanie Nutzenberger bekräftigte laut Manager Magazin am Montagabend, dass man sich jetzt für den Erhalt der Jobs starkmachen wolle: „Für uns geht es jetzt darum, möglichst jeden Arbeitsplatz zu erhalten“.
Galeria Karstadt Kaufhof gehört der Signa Holding des österreichischen Immobilien-Investors René Benko – und auch der Eigentümer sei nun in der Pflicht, Kapital in den Konzern zu geben,fordert n-tv zufolge die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Pleite gehen solle das Unternehmen aber nicht, da der Einzelhandel eine zentrale Rolle für die Innenstädte spiele. Inwieweit das Schutzschirmverfahren das nun wichtige Weihnachtsgeschäft beeinflussen könnte, bleibt zudem abzuwarten.
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