Die Stimmung rund um Teslas neue Giga-Fabrik im brandenburgischen Grünheide war schon immer gespalten: Befürworter hofften auf einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, Gegner kritisierten den Bau als umwelttechnisches Debakel. Gebaut wurde trotzdem – zumindest bis jetzt. Denn glaubt man aktuellen Berichten, hat Tesla den Bau am fast fertigen deutschen Projekt gestoppt und soll sogar den Standort selbst infrage stellen.
Firmenchef Elon Musk prüfe aktuell, ob ein Standort in den USA womöglich mehr Vorteile bringen könnte, schreibt Spiegel Online und verweist dabei auf einen Bericht des Wall Street Journals. Ein neues Gesetz in den Vereinigten Staaten könnte für den Elektro-Autobauer womöglich eine größere finanzielle Förderung mit sich bringen, wenn die Batterieproduktion auf heimischem Boden erfolge.
Laut Insidern heißt es, „dass Musks Unternehmen zunächst die Auswirkungen des US-Gesetzes prüfen wolle und sein Projekt in Deutschland bis dahin zurückstelle“. Darüber hinaus habe Tesla wohl Ambitionen, sich in den USA zu vergrößern: Kurz nach der Verabschiedung des Gesetzes habe das Unternehmen Dokumente bei der texanischen Rechnungsprüfungsbehörde eingereicht. Auf diesem Weg soll der potenzielle Bau einer Lithium-Raffinerie in dem Südstaat geprüft werden.
Die Landesregierung von Brandenburger zeigte sich indes unaufgeregt: Sie gehe weiterhin davon aus, dass Tesla auch mit Blick auf mögliche steuerliche Vorteile in den USA seine Batteriefabrik in Brandenburg zu Ende fertigen werde. „Möglich scheint, dass Tesla einzelne Prozessschritte in den Werken neu priorisiert, der Standort Grünheide jedoch in Aufbau und mit seinen Arbeitsplätzen so erhalten bleibt“, so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.
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