Können die Gasspeicher in Deutschland ausreichend für den anstehenden Winter gefüllt werden? Drohen an einigen Stellen einschränkende Heizvorschriften für Verbraucher oder Unternehmen? – Fragen, mit denen sich viele Menschen aufgrund der aktuellen wirtschaftspolitischen Situation auseinandersetzen.
MediaMarkt und Saturn, beides Tochterunternehmen des internationalen Handelskonzerns Ceconomy, bereiten sich offenbar auf das Szenario einer potenziellen Gasknappheit vor: Um die hauseigenen Märkte im Winter adäquat für die Kundschaft heizen zu können, ohne dabei womöglich auf rares Gas zurückgreifen zu müssen, arbeiten die Unternehmen daran, Filialen mit Elektroheizung auszustatten. „Wir tun alles, um die Märkte auch bei Gasengpässen offenzuhalten“, kommentierte Ceconomy-Chef Karsten Wildberger nach Angaben von Spiegel Online.
Um die Maßnahme umzusetzen, nimmt der Konzern im Fall der Fälle sogar eine Verkleinerung der Ladenflächen in Kauf. Etwa ein Fünftel der Märkte könnten davon betroffen sein.
Grundsätzlich spürt Ceconomy die Auswirkungen des Krieges, der hohen Inflation und massiv gestiegenen Energiekosten deutlich: Laut Wildberger habe sich die Kauflaune der Deutschen seit Juni sichtlich eingetrübt, was insbesondere an den unteren und mittleren Segmenten sichtbar werde. Auch im Bereich rund um TV und Entertainment gebe es Sorgen. Ganz anders sei die Lage allerdings bei weißer Ware, also Waschmaschinen oder Kühlschränken: Hier erhoffe sich der Konzern bei sparsamen Geräten sogar neue Kaufimpulse bei den Kundinnen und Kunden.
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