Der Konsumgüterhersteller Henkel, der hierzulande mit Marken wie Persil und Perwoll, Schwarzkopf und Schauma oder auch Pritt und Pattex aktiv ist, hat sich mit Blick auf die massiven Preissteigerungen vorgenommen, Gas zu sparen. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, erklärte Firmenchef Carsten Knobel kürzlich: Gegenüber der Rheinischen Post sagte der 53-Jährige, dass das Unternehmen mit der Strategie liebäugelt, zeitweise wieder mehr Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, um den Verbrauch gering zu halten.
„Wir könnten dann die Temperatur in den Büros stark herunterfahren, während unsere Beschäftigten zu Hause im normalen Umfang heizen könnten“, wird der Manager bei Fashion Network zitiert. Ein weiterer Schritt in puncto Gassparen wäre es, im hauseigenen Düsseldorfer Kraftwerk auf mehr Öl und Kohle zurückzugreifen, aktuell werde es größtenteils mit Gas betrieben. „Im Vergleich zum heutigen Betrieb könnten wir so knapp ein Drittel des Gases einsparen.“ An dieser Stelle sei man allerdings noch auf grünes Licht durch die Bundesnetzagentur angewiesen.
Knobel sei „optimistisch“, dass man die Hürde schaffen werde. Wichtig sei es nun, bis zu den kühlen Wintermonaten möglichst viel Gas zu sparen, um die Speicher ausreichend zu bevorraten.
Auch über weitere Maßnahmen gab Knobel Auskunft: Bis Ende 2023 wolle Henkel die Konsumgütersparte neu aufstellen. In diesem Rahmen plane das Unternehmen demnach den Abbau von 15 Prozent der weltweit insgesamt 2.000 Stellen. Konkret sollen durch eine Zusammenlegung von Körperpflege- und Waschmittelbereich etwa 300 Stellen gestrichen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen dabei aber möglichst vermieden werden.
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