Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) zeigt sich besorgt über die wirtschaftliche Lage des Landes und stimmt die Bürger auf mögliche Entbehrungen über einen längeren Zeitraum ein. Die Probleme rund um teils massiv gestiegene Preise und beschädigte Lieferketten, die Unternehmen und Verbraucher seit Monaten zu spüren bekommen, könnten sich weiter fortsetzen. Im „heute journal“ des ZDF sagte er: „Meine Sorge ist, dass wir in einigen Wochen und Monaten eine sehr besorgniserregende Situation haben könnten“, wird er von Spiegel Online zitiert.
Lindner halte einen Zeitraum der Knappheit über „drei bis vier, vielleicht fünf Jahre“ für möglich, auf die man nun eine Antwort finden müsse. „Es besteht die Gefahr einer sehr ernstzunehmenden Wirtschaftskrise aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise, aufgrund der Lieferketten-Probleme, aufgrund auch der Inflation.“
Um dieser potenziellen Entwicklung infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entgegenzutreten, müsse nun über alle Möglichkeiten gesprochen werden. Dabei sei beispielsweise auch eine längere Laufzeit für noch funktionstüchtige Kernkraftwerke nichts auszuschließen.
Am Mittwoch werden sich die Spitzen der Ampelkoalition zusammenfinden, um über die Lage und mögliche Maßnahmen gegen die Preisanstiege im Energie- und Gassektor zu diskutieren. Neben den hohen Energiepreisen verwies Lindner konkret auch auf die Gefahr, die durch die hohe Inflation drohe. Der Stopp der Inflation sei oberstes Ziel: „Nicht nur wegen der Wirtschaft, sondern weil viele Menschen auch Sorgen haben, ob sie das Leben bezahlen können“, kommentierte er weiter.
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Für die Politik kommt dieser Krieg ja wie gerufen, denn damit kann man jetzt die ganzen Fehler und Dummheiten der letzten Jahre Russland und dem Krieg in die Schuhe schieben.
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