1. Retourenarmes einkaufen: Positive Anreize bewirken Verhaltensänderungen
2. Fokus auf „kostenfreie“ Retoure – statt auf deren Auswirkungen auf die Umwelt
3. Acht Prozent weniger Retouren
4. So werden Kundinnen und Kunden belohnt
5. „Wir wollen nachhaltig den Retourenprozess beeinflussen“
6. Angebot soll auf weitere Produktkategorien ausgeweitet werden – und einen großen Marktplatz
Retouren sind seit Jahren ein leidiges Thema, für Online-Shops sind sie mit zusätzlichen Kosten, mit zusätzlichem CO2-Ausstoß und gegebenfalls Verpackungs- oder Textilmüll verbunden. Dennoch: Retouren gehören für viele E-Commerce-Unternehmen fest zum Kundenservice dazu. So betonte der CEO der Otto Group, Alexander Birken, erst kürzlich im Rahmen der Bilanzpressekonferenz, dass der Konzern weiterhin kostenlose Rücksendungen als Standard betrachte – da man im stationären Handel auch keine Gebühren dafür zahle. Nun, nicht zuletzt wegen des Vorstoßes von Modehändler Zara, der künftig für Rücksendungen von Bestellungen aus dem Online-Shop eine Gebühr von 1,95 Euro verlangt, wird das Thema aktuell wieder verstärkt in der Branche diskutiert.
Es gibt mehrere Methoden im Umgang: Einerseits etwa weiter mit Retouren zu handeln oder aber sie von vornherein möglichst vermeiden. Auf letzteres zielt auch ein innovativer Ansatz des Münchener StartUps Keepoala GmbH. Gegründet wurde die Firma im Juni letzten Jahres von Sebastian Engel-Wolf, Tjark Metzner – ehemaliger FlixBus-Manager der ersten Stunde – und Eik Lämmerhirt. Der Unternehmensname leitet sich im Übrigen aus den Wörtern „keep“ für „etwas behalten“ und dem Koala ab. „Nicht nur ein schützenswertes Tier, sondern in Umfragen auch Kopf-an-Kopf mit der Katze als beliebtestes Tier des Internets“, verrät Eik Lämmerhirt im Interview mit OnlinehändlerNews. Die Grundidee des StartUps: Wer seine Online-Bestellung behält, soll zusätzlich davon profitieren.
Zum Weihnachtsgeschäft 2021, genauer noch vor dem Black Friday, trat Keepoala erstmals öffentlich in Erscheinung – mit passender Smartphone-App für die Betriebssysteme iOS und Android und der Bekanntgabe erster, teilnehmender Online-Shops. Im März 2022 sicherte sich das Unternehmen in einer Pre-Seed-Finanzierung einen mittleren sechsstelligen Betrag. Wir sprachen mit Keepoala-Mitgründer und Geschäftsführer Eik Lämmerhirt auführlich über das Geschäftsmodell der digitalen Plattform – und wie es von Händlern und der Kundschaft angenommen wird.

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