Er sei „hanseatisch stolz“, sagte Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, auf der heutigen Bilanzkonferenz der Otto Group. Mit einem zweistelligen Umsatzwachstum von 12,9 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernergebnis (Ebit) von 677,4 Millionen Euro, das in etwa ebenso hoch wie das des starken Vorjahres ausfiel, zähle das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 zu einem „der besten der Firmengeschichte“. Wegen der Coronapandemie galt es im letzten Jahr, zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen. Unter schwierigen Bedingungen hätten die Mitarbeitenden „Großartiges geleistet“, lobte Birken.
Petra Scharrner-Wolff, Konzern-Vorständin Finanzen, Controlling, Personal, führte aus, dass der Konzern seine Eigenkapitalquote von 20,8 Prozent im Vorjahr nunmehr auf 40,1 Prozent erhöhen konnte, eigene Verschuldungen habe das Unternehmen indes halbieren können. Mit dieser stabilen Finanzkraft fühle sich die Otto Group auch angesichts der nahenden Unsicherheiten – etwa den weiteren Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der bestehenden Corona-Pandemie, steigenden Kosten sowie Problemen in den Lieferketten gut aufgestellt.
Alexander Birken räumte ein, dass vor allem wegen des Krieges in die Ukraine zunächst vorsichtigere Prognosen gewagt werden – etwaige Folgen auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung, das Konsumklima, auf Preise, Warenverfügbarkeiten und Rohstoffen in den verschiedenen Absatz- und Beschaffungsmärkten der Unternehmensgruppe seien „erst in Umrissen erkennbar“. Birken zeigte sich dennoch optimistisch: „Wir sind trotz des sehr herausfordernden Umfelds optimistisch, dass wir unseren Gesamtumsatz im laufenden Geschäftsjahr weiter steigern können – allerdings bei deutlich geminderter Ertragsstärke.“ So erinnerte er sich an die Anfänge der Pandemie und den damit in Zusammenhang stehenden Schwierigkeiten, durch die der Konzern mit einem hohen Maß an Flexibilität und Agilität gekommen sei. Dies gelte auch heute. Erwartet wird ein zweistelliger Umsatzzuwachs im laufenden Geschäftsjahr, „bei weiterhin hoher Profitabilität“.
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