Netflix durchlebt schwierige Zeiten: Die hohe Inflation, der Ukraine-Krieg, aber auch der große Druck durch Konkurrenten machen dem Streaming-Dienst zu schaffen. In seiner kürzlich veröffentlichten Bilanz wurde deutlich, dass das Unternehmen im ersten Quartal rund 200.000 Abonnenten verloren hat. Um diesem Trend – und dem fallenden Aktienkurs – entgegenzusteuern, soll den Kunden ein neues Angebot präsentiert werden: Ein günstigeres Abo, das sich statt durch Gebühren durch Werbung finanziert. Diese Pläne wurden bereits vor einigen Wochen verkündet und wie es scheint, werden sie auch schnell vorangetrieben.
Denn das Angebot könnte sogar noch vor Ablauf des Jahres an den Start gehen, berichtet t3n mit Verweis auf ein Memo, das Netflix jüngst an seine Mitarbeiter verschickt haben soll. Darin heißt es, dass man anstrebe, das neue werbefinanzierte Abo konkret in den letzten drei Monaten des Jahres auf den Markt zu bringen – also noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.
Zwar hatte Netflix einst versprochen, niemals Werbung auf seine Plattform zu bringen, doch die aktuellen Entwicklungen treiben den Dienst nun zur Abkehr von diesem einstigen Vorhaben. Dabei dürften nicht nur die bereits 200.000 abgesprungenen Kunden eine Rolle spielen, sondern auch jene, die ihr Abo noch in Zukunft beenden könnten: Denn „Netflix kann nicht ausschließen, dass weitere zwei Millionen Kunden verloren gehen werden – vor allem in Russland, aber nicht nur dort“, heißt es weiter.
Neben dem preiswerteren Abo, das Werbung enthält, soll es für Nutzer eine weitere Neuerung geben: Das Teilen von Konten soll nämlich künftig mit höheren Kosten einhergehen. Wie genau das aussehen soll, wird sich wohl ebenfalls in den kommenden Monaten zeigen.
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