Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit und zu bewusstem Ressourcengebrauch dürfte ein zentraler Grund gewesen sein, der die Kontrahenten BMW und Mercedes 2019 dazu veranlasst hatte, die gemeinsame Carsharing-Tochter „Share Now“ zu starten. Die Unternehmen bezeichneten das Angebot als „bahnbrechende neue Art der Autovermietung“, quasi als eine Revolution der Mobilität. Laut Website wollte man Kunden mit nur einer App „Tausende der coolsten Autos der Welt zur Verfügung“ stellen. Doch das Projekt scheint gescheitert. Nach lediglich drei Jahren wollen BMW und Mercedes-Benz die Carsharing-Tochter offenbar verkaufen, berichtet die Tagesschau.
„Share Now“ sei demnach „der größte europäische Anbieter von stationsunabhängigem Carsharing“, mit dem Kunden in insgesamt 16 europäischen Metropolen erreicht wurden. Die Zahl der Kunden habe bislang bei 3,4 Millionen gelegen und rund 11.000 Fahrzeuge seien angeboten worden. – Vom Verkauf soll nun der niederländische Automobilhersteller Stellantis profitieren, der die Unternehmenstochter übernehmen will. Eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits kürzlich unterschrieben worden, wobei die Firmen keine Details zum Verkauf verlauten ließen und Stillschweigen vereinbart wurde.
Stellantis selbst ist auch hierzulande mit Marken wie Opel und Peugeot, aber auch Fiat und Chrysler vertreten und dürfte den Berichten zufolge den Kauf von „Share Now“ nutzen, um sein hauseigenes Mobilitätsangebot „Free2move“ auszubauen. Bevor der Verkauf allerdings in trockenen Tüchern ist, müssten die Kartellbehörden noch grünes Licht erteilen.
Kommentar schreiben