Beim deutschen Erotikhändler Amorelie ist in den vergangenen Monaten viel passiert. Sowohl der Medienkonzern ProsiebenSat.1 als auch Unternehmensgründerin Lea-Sophie Cramer verkauften ihre Anteile im vergangenen Herbst an das niederländische Unternehmen Eqom Group, das damit alle Anteile übernahm. Diese Firmengruppe hat nach eigenen Aussagen selbst zu Ziel, „ein unschlagbarer Marktführer in der sexuellen Wellness-Branche zu werden“.
Die neue Geschäftsführung des Erotikhändlers Amorelie hat jüngst mit harten Sparmaßnahmen begonnen, die auch mit umfangreichen Entlassungen einhergehen, berichtet das Branchenportal Gründerszene: „Zuletzt waren 130 Personen bei dem Berliner StartUp angestellt. Laut der Eqom Group, der neuen Eigentümerin von Amorelie, handelt es sich um, weniger als 30 Prozent‘ der Angestellten“, heißt es dort.
Auf Nachfrage ließ die Eqom Group verlauten, dass man an die Marke Amorelie glaube und dass alle ergriffenen Veränderungen allein dem Zweck dienen, „die Marke weiterzuentwickeln und das Unternehmen und die Teams innerhalb von Amorelie zu stärken.“ Bestehende Strukturen und Prozesse würden untersucht und angepasst, um Synergien in der Eqom Unternehmensgruppe zu forcieren. „Diese Reorganisation erfordert die Verkleinerung der Backbone-Abteilungen, d. h. Einkauf, IT und Logistik sowie selektive Entlassungen in anderen Abteilungen – natürlich alles im Einklang mit dem deutschen Arbeitsrecht.“ Man werde die betroffenen Mitarbeiter sowohl mit allgemeinen als auch mit individuellen Lösungen unterstützen.
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