Wenn es nach dem neuen Finanzminister Christian Lindner (FDP) geht, soll die erst im Sommer letzten Jahres durch die G20 beschlossene globale Mindeststeuer bereits Anfang 2023 umgesetzt werden. So sagte der FDP-Politiker auf einer Tagung in Brüssel am Dienstag: „Wir wollen die effektive globale Mindestbesteuerung zum 1. Januar 2023 umsetzen“, zitiert ihn die Wirtschaftswoche.
Diesen motivierten Zeitplan teilt nicht jeder. In manchen Ländern gehen mit der Einführungen größere Steuerreformen einher, welche Zeit benötigen. Die Schweiz hatte sich kürzlich erst verpflichtet, das Modell bis 2024 einzuführen. Ob Lindners Ambitionen global Anklang finden, ist fraglich.
Ziel der globalen Mindeststeuer ist es, international agierende Großunternehmen mit einem einheitlichen Satz von 15 Prozent zu besteuern. Dies soll vor allem ärmeren Ländern, welche oft als Steuerparadiese von Großkonzernen genutzt werden, helfen, einen fairen Anteil abzubekommen. Zuletzt hatten sich 140 Staaten den Plänen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angeschlossen.
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