Bundesfinanzminister Christian Lindner will Teile des Steuerrechts reformieren. Die Erstellung ihrer Steuererklärung müsse einfacher werden, erklärte der FDP-Politiker, und das sogar recht zügig: „Wir leiten jetzt die erforderlichen Schritte ein, um diese Erleichterung schnellstmöglich in die Praxis zu bekommen“, sagte er gegenüber der Funke Mediengruppe laut FAZ. Konkret sollen Daten, die den jeweiligen Ämtern bereits vorliegen, schon in der Erklärung vorausgefüllt sein. Dadurch könnten sich die Erstellenden ein längeres Suchen nach jeder einzelnen Information in den eigenen Unterlagen ersparen.
Darüber hinaus soll auch die Arbeit im Homeoffice ein stets absetzbarer Posten werden. Lindner zufolge sei es „denkbar, dass wir aus der Ausnahmeregel eine dauerhafte Regel machen“. Wer zu Hause kein eigenes Arbeitszimmer habe, kann für 2021 pro Heimarbeitstag pauschal fünf Euro, maximal 600 Euro, absetzen.
Auch soll es im Steuerrecht Anpassungen zur „Ausgestaltung der Steuerklassen zugunsten von Frauen“ geben, so der Minister. Genauer gehe es um das Thema Ehegattensplitting, also steuerliche Vorteile für den Partner, der deutlich besser verdient. Die Regelung trage dazu bei, die Rückkehr von Frauen aus Mini- bzw. Teilzeitarbeit in die Vollzeitbeschäftigung weniger attraktiv zu gestalten.
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