Das EU-Gesetz über digitale Märkte – auch Digital Markets Act (DMA) –, das die Marktmacht von Digitalriesen wie Amazon, Apple, Google oder Facebook begrenzen soll, rückt näher: Am Mittwoch legte sich das EU-Parlament in der Plenarsitzung auf seine Position fest. Die Abgeordneten fordern eine bessere Kontrolle von Firmenübernahmen und strengere Regeln für personalisierte Werbung, wie der Spiegel berichtet. Wegen ihrer hohen Marktanteile stuft die EU-Kommission insgesamt etwa zehn Konzerne als sogenannte „Gatekeeper“ ein. Für diese sollen in Zukunft Sonderregeln gelten.
Zum Schutz vor Monopolbildung soll die EU-Kommission mehr Rechte bei der Kontrolle von Firmenübernahmen bekommen. Personalisierte Werbung auf Basis der gesammelten Nutzerdaten soll nur noch nach ausdrücklicher Zustimmung möglich sein und Messengerdienste wie WhatsApp sollen den Nutzern ermöglichen, auch Nachrichten von anderen Messengern zu erhalten. Apple könnte etwa gezwungen, auch den Google Play Store auf iPhones zuzulassen. Google und Amazon könnte verboten werden, eigene Angebote in den jeweiligen Suchergebnissen zu bevorzugen.
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