Der Black Friday ist vorbei und gar etwas enttäuschend. So fielen die Verkaufszahlen in diesem Jahr geringer aus als noch vor einem Jahr. Ein wesentlicher Grund ist aktuellen Analysen zufolge, dass das Weihnachtsgeschäft diesmal aufgrund von Lieferengpässen vorgezogen war, auch die pandemiebedingten Zutrittsregelungen für stationäre Geschäfte trugen dazu bei.
Ebenso traditionell wie die bekannten Rabattaktionen der Black Week sind deren Gegenentwürfe, beispielsweise der Buyback-Friday von Ikea, der White Monday aus Schweden und der Circular Monday, bei denen es sich eher um Wiederverwendung und bewusstes Einkaufen von Produkten dreht, oder auch der Kaufnix-Tag, an dem gänzlich aufs Konsumieren verzichtet wird. Und sie werden sowohl verbraucher- als auch händlerseitig immer relevanter. Eine Entwicklung, die die Corona-Pandemie noch beschleunigt hat: So hat sich der Konsum wegen des Lockdowns eher gen online verschoben, wodurch Lieferdienste und Händlern jedes Jahr enorme Herausforderungen zu bewältigen haben. Allein in diesem Jahr wurde zum Black Friday ein viermal so hohes Paketaufkommen prognostiziert, wie auf dem LogistikWatchblog zu lesen ist. Andererseits kann ein größerer Andrang in den Läden auch das Infektionsrisiko für Corona erhöhen. Lieferprobleme verschieben zudem den Fokus auf Lieferketten und Hersteller und deren Bedingungen, kurze Erholungen der Natur durch Lockdowns und weniger Flugverkehr lenkten die Aufmerksamkeit erneut auf das ohnehin und vorher verstärkt diskutierte Thema Klimaschutz. All das wirkt sich nachhaltig auf das Konsumverhalten aus, dass sich mehr und mehr verschiebt.
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