Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft oder cleveres Marketing?
Ikea ist bekannt dafür, das für Möbel zu sein, was Ketten wie H&M, Primark und Co. für Mode sind: kostengünstige Möbel mit Trendfaktor. Doch Nachhaltigkeit ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor, der nicht nur beim Marketing hilft, sondern letztlich auch dem Planeten zugutekommt.
Mit dem strategisch clever gewählten Aktionszeitraum des Buyback Friday positioniert sich Ikea nun klar als Befürworter einer Kreislaufwirtschaft, macht aber gleichzeitig Umsatz mit der Aktion – schließlich fließt das Guthaben der Kunden direkt erneut ins Unternehmen. Allerdings betont Ikea, dass man mit dem Weiterverkauf der Produkte keinen zusätzlichen Umsatz machen möchte. Diese werden in den Fundgruben lediglich zum Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten.
Berna Brandsaeter, Business Development Managerin von Ikea Deutschland erklärt: „Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, nicht länger Teil der Schnäppchenschlacht rund um den Black Friday zu sein und mit dem ,Buyback Friday‘ nicht zu Impulskäufen zu animieren. Gemeinsam mit unseren Kund*innen schenken wir Dingen, die sie selbst nicht mehr benötigen oder nutzen, ein zweites Leben.“ Bis 2030 plant Ikea überdies, sämtliche seiner Produkte im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Neue Möbel sollen dann aus recycelten Materialien produziert werden.
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