Die Buchhandelskette Thalia wächst im E-Commerce-Bereich deutlich: Innerhalb eines Jahres legten die Online-Umsätze des Unternehmens um rund 65 Prozent zu, der Online-Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich von 28 auf 40 Prozent. Damit habe Thalia im Geschäftsjahr 2020/21 „trotz coronabedingter Ladenschließungen gute Geschäfte“ gemacht, schreibt die Internet World. Insgesamt legten die Umsätze in Deutschland und Österreich um sieben Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu.
Während Thalia online große Erfolge feiern kann, steht das Filialgeschäft – vor allem aufgrund der monatelangen Schließungen – unter Druck: Hier gingen die Umsätze um 16 Prozent zurück. „Der Schaden durch die Zwangsschließungen unserer Buchhandlungen beträgt, über beide Corona-Jahre hinweg, rund 65 Millionen Euro“, so Thalia-Chef Michael Busch.
Vom Staat wird Thalia vermutlich einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag erhalten, der Rest müsse über Kredite finanziert werden. Für notwendige Investitionen sei deshalb kein Kapital verfügbar. Ein Trost bleibt aber: Thalia hat in der Krise keinen Buchladen schließen und keine Beschäftigten entlassen müssen.
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