Die deutsche Neobank N26 hat ihre jüngste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Investoren pumpen demnach ganze 900 Millionen US-Dollar in das Unternehmen, wodurch die Bewertung auf über neun Milliarden Dollar anstieg, wie N26 am Montag verkündete. Das Ergebnis der Finanzierungsrunde liege rund zehn Prozent über vorher berichteten Werten.
Valentin Stalf, Mitgründer der Neobank, bezeichnete die Finanzierung laut t3n als „einen ganz großen Meilenstein, der zeigt, wie wichtig digitales Banking geworden ist“. Mit den neuen Investoren mache das Unternehmen zudem „einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Börsengang in den kommenden Jahren“, so Stalf weiter.
Ganz rosig ist die Welt von N26 derzeit aber nicht: Stalf kündigte an, dass die Bankenaufsicht Bafin zeitnah eine Anordnung erlassen werde, durch die das Wachstum des StartUps zeitlich befristet beschränkt werde. N26 dürfe demnach in den nächsten Monaten in Europa „maximal 50.000 bis 70.000 Neukunden pro Monat“ generieren. Wie viele Kunden das Unternehmen derzeit monatlich dazugewinnt, ist nicht bekannt. Branchenbeobachter gehen aber von rund 100.000 Neukunden pro Monat aus.
Stalf sieht in der temporären Einschränkung offenbar keine großen Probleme. Das Unternehmen könne seinen Wachstumskurs fortsetzen und wolle die Prozesse in den kommenden Monaten noch weiter verstärken. „Vor diesem Hintergrund ist das verlangsamte Wachstum, auf das wir uns nach Gesprächen mit dem deutschen Regulator geeinigt haben, für uns in Ordnung“, so der N26-Mitgründer.
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