Google muss in Südkorea ein Millionenbußgeld zahlen, weil der Konzern seine Marktmacht bei Betriebssystemen und auf dem App-Markt missbraucht habe, berichtet die FAZ. Demnach habe die zuständige Kartellbehörde eine Strafe in Höhe von rund 207 Milliarden Won (150 Millionen Euro) gegen den US-Internetkonzern verhängt.
Der Vorwurf der südkoreanischen Kartellwächter: Google beeinträchtige den Wettbewerb, indem Smartphone-Hersteller daran gehindert wurden, Versionen des Android-Betriebssystems an ihre Bedürfnisse anzupassen und auf ihren Geräten zu installieren. Herstellern sei es somit unmöglich, innovative Produkte mit neuen Dienstleistungen anzubieten.
Die Entscheidung will Google offenbar nicht auf sich sitzen lassen: Wie der Spiegel berichtet, wolle der US-Konzern in Berufung gehen. Die Entscheidung spiegele Google zufolge nicht wider, welche Vorteile Android den Verbrauchern biete.
Google ist nicht der einzige US-Konzern, der von den Behörden in Südkorea kritisch beäugt wird. Das Land ergreift zunehmend Maßnahmen, um die Macht von Google und Apple im Bereich Apps und Spiele einzugrenzen. So hatte das Parlament kürzlich ein neues Gesetz verabschiedet und damit den Zwang für Entwickler zu einer von den App-Plattformen vorgegebenen Bezahlmethode illegal gemacht.
Kommentar schreiben