„Sie widmen sich mit Leidenschaft Ihrem Unternehmen. Sie haben es mit allem, was Sie haben, aufgebaut. Ihrer Zeit, Ihrem Schweiß, Ihrer Energie und Liebe. Wir teilen die gleiche Leidenschaft (...)“ – Mit diesen emotionalen Worten sucht die Berlin Brands Group (BBG) auf ihrer Webseite nach interessierten Amazon-Händlern, die ihr Geschäft verkaufen möchten. Das Unternehmen vereint dann mehrere solcher Händler bzw. Marken unter einem gemeinsamen Dach und steigert im Idealfall über verschiedene Vertriebskanäle die Umsätze um ein Vielfaches.
Das Geschäftsmodell dahinter stammt aus den USA, ist noch relativ jung, bringt aber – vor allem in Sachen Investitionen – schon große Zahlen hervor: So konnten laut Marketplace Pulse solche Seller-Aggregatoren in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 3,5 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital einsammeln – und das sind nur die offziellen Zahlen. Weltweit soll es aktuell bereits rund 50 Amazon-Händler-Aufkäufer geben. Vorreiter ist das US-Unternehmen Thrasio. Der Wert des US-StartUps wird mittlerweile bereits mit einer Milliarde US-Dollar beziffert.
Und auch in Deutschland haben sich längst Unternehmen wie die Razor Group oder die Berlin Brands Group (BBG) aufgestellt, um aus kleineren Händlern ein noch größeres Geschäft zu machen. Dabei ist die Berlin Brands Group bereits seit 2005 mit 14 eigenen Marken im E-Commerce unterwegs, seit Dezember 2020 kauft die Firma auch internationale E-Commerce-Marken bzw. Amazon-Händler, erklärt Andreas Hoschke. Die BBG mit rund 900 Mitarbeitern hat unter anderem Dependancen in Berlin, San Francisco, der Türkei, der Slowakei und Hongkong.
Razor startete erst im Sommer 2020, die Gründer kennen sich unter anderem über das Netzwerk von Rocket Internet – dem StartUp-Inkubator der berühmt-berüchtigten Gebrüder Samwer. Das Unternehmen hat derzeit 107 Angestellte in den vier Niederlassungen Berlin, London, Neu-Delhi und Austin (Texas, USA).



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