Der Online-Autohändler MeinAuto will es seinem Konkurrenten, der Gebrauchtwagen-Plattform Auto1, gleichtun und nun ebenfalls den Schritt an die Börse wagen. Das Oberhachinger Unternehmen hat dabei schon festgesteckte Pläne und peilt die Einnahme von mindestens 150 Millionen Euro an. Mit diesem Geld will MeinAuto nicht nur vorhandene Schulden tilgen, sondern darüber hinaus auch weiteres Wachstum finanzieren, heißt es in einer Reuters-Meldung bei OnVista. Es wird spekuliert, dass diese Pläne jedoch vergleichsweise tief gestapelt sind, weil der Börsenwert laut Insidern bei mehr als zwei Milliarden Euro liege.
Zeitlich gesehen soll der Gang an die Börse schon in Kürze, das heißt noch im Verlaufe des zweiten Quartals, vollzogen werden. „Der Börsengang ist ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen auf seinem Wachstumspfad weiterzuentwickeln und unsere Position als führende Online-Plattform für den digitalen Vertrieb von Neuwagen in Deutschland auszubauen“, wird Rudolf Rizzolli, Chef des Vorstands der MeinAuto Group, zitiert.
MeinAuto hat im Jahr 2020 rund 39.000 Neuwagenbestellungen verzeichnet, der bereinigte Umsatz konnte dabei um elf Prozent auf 212 Millionen Euro vorangetrieben werden. Trotz des Krisenjahres wuchs das Ebitda um satte 25 Prozent auf insgesamt 38 Millionen Euro.
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