Bereits seit einem Jahr müssen verschiedene Veranstaltungen und Messen aufgrund der anhaltenden Coronakrise ausfallen – zumindest als Präsenzveranstaltungen. Das wirke sich auch auf den Vertrieb von Produktfälschungen aus, wie der private Verein „Aktion Plagiarius“, der sich dem Kampf gegen Plagiate verschrieben hat, laut RND erklärt. Denn in der Vergangenheit wurden Produktfälschungen hier häufig präsentiert und angeboten.
Doch nun verlagert sich das Geschäft mit den Fälschungen verstärkt ins Netz, wie „Plagiarius“-Vize und Anwältin Aliki Busse erklärt. Damit werde den Plagiatsjägern die Arbeit erschwert, denn bisher wurden die Produktfälschungen vom Zoll direkt auf Messen entdeckt und aus dem Verkehr gezogen.
Als frechste Nachahmung hat „Plagiarius“ in diesem Jahr die Motorsäge eines chinesischen Herstellers erklärt, die dem Produkt „MS 250“ von Stihl täuschend ähnlich sieht. Nur der Markenname auf dem Kettenblatt wurde falsch geschrieben: „Sthil“ heißt es dort. Aber Stihl ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das von Produktfälschungen betroffen ist: 74 Prozent der Unternehmen berichten RND zufolge davon, Opfer von Produktpiraten geworden zu sein.
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