Wie steht es um die stationären Geschäfte in den Innenstädten? Zumindest der Grünen-Politiker Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, hat seine Sorge um die Zukunft der Händler in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ausdruck gebracht: „Das Sterben der Innenstädte ist in vollem Gange“, habe Palmer geschrieben, berichtet die Welt. Es sei „von herausragender Bedeutung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und kann nicht mehr warten“, die Innenstädte zu retten.
Palmer spreche von „verzweifelten Berichten“, die ihn erreichen. Gewerbetreibende und Kulturschaffende würden zunehmend in die Insolvenz getrieben, weil die Geschäfte, Restaurants und Kulturstätten seit November 2020 geschlossen bleiben müssen. Die versprochenen Finanzhilfen kämen nicht rechtzeitig und nicht existenzsichernd an, warnte der Tübinger-Oberbürgermeister.
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Da dieses "Einkaufserlebn is" wegfällt, geht es zu 95% über den Preis
und da "regieren" online Händler eben nunmal zwangsläufig schneller
wo ist der Anreiz
alles hat seine Zeit
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Die Discounter am Stadtrand ziehen die Menschen aus den Innenstädten ab.
In den siebziger Jahren war in unserem kleinen Provinzstädtche n der Aldi (Süd) in der Innenstadt, durfte jedoch keine frische Back- und Wurstwaren verkaufen. Da war die Innenstadt sehr belebt. Bäcker, Metzger und sogar ein Fischhändler hatten gute Umsätze. Fachgeschäfte für z.B. Kleidung, Musikalien und Haushaltswaren kamen gut über die Runden.
Per Versandhandel (so hieß es damals) wurde nur gekauft, was es vor Ort nicht gab.
Die Politiker der selben Fraktionen, die damals die Baugenehmigunge n für die Großmärkte am Stadtrand erteilt haben jammern heutzutage über das "Sterben der Innenstädte".
Bestimmt werden die Einnahmen der geplanten Sondersteuer dann gerecht unter den Einzelhändlern verteilt.
Faszinierend!
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Und ganz nebenbei, wer heute als mittlerer Ladener keinen Onlineshop, oder wenigstens eine Webseite hat, hat auch irgendwie verschlafen, dass wir uns im Jahre 2021 befinden, Corona hin oder... her...
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Haben absolut keine Ahnung was an so einem Onlinehandel dranhängt, geschweige was es kostet.
Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln.
Wir bezahlen Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Einkommenssteue r, Grundsteuer, Sozialabgaben, Gehälter, Lieferanten, IHK, BGHW, GEZ, reclay, Wasser, Strom, Telefon, Kartonage, Speditionen, Porto, Folien Arbeitsschutz, Steuerbüro, eventuell Kredite - was will die unfähige Politik von uns?
Ich habe es gezählt, bei uns sind es über 40 Positionen die Geld wollen, Geld bekommen wir nur von einer einzigen Pos. dem Kunden.
Also Herr Palmer, jetzt sprechen Sie mal in Ihrer Stadt mit ansässigen Onlinehändlern über Ihren Vorschlag und wenn die Hurra schreien können sie sich wieder melden!
Bis denne.
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Ich persönlich kaufe seit Jahren viel online, da es in meiner Umgebung kaum noch stationäre Händler gibt.
Beispiel Bischofswerda in Sachsen!!
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Übrigens wurde in den letzten Jahrhunderten vor allem dort Handel betrieben wo sich Verkehrswege trafen. Da verwundern doch die Konzepte welche seit Jahrzehnten in Tübingen den Handel an eben diesen Verkehrswegen untersagen und versuchen die Verkäufer in die Altstadt zu zwingen wo weder ausreichend große Flächen noch die für einige Sortimente notwendige gute Verkehrsanbindu ng gegeben ist (der Busverkehr ist unbestritten sehr gut - aber diese Art der Anreise läd doch eher zum bummeln und nicht zum großen einkaufen ein)
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