Ceconomy konnte trotz des Shutdowns ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft verbuchen: Die Media-Markt- und Saturn-Mutter konnte ihre Umsätze zwischen Oktober und Dezember um 9,4 Prozent auf fast 7,5 Milliarden Euro steigern, berichtet Heise Online. Grund für das Wachstum seien „der florierende Online-Shop und erfolgreiche Marketingaktionen rund um den Black Friday“, heißt es weiter.
Das Online-Geschäft war der wichtigste Wachstumsträger: Rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftete Ceconomy über den E-Commerce – also 2,3 Milliarden Euro. Damit hatte sich der Umsatzanteil des Online-Kanals verdoppelt. Der Konzern verzeichnete drei Millionen Neukunden im Netz und konnte so auch die Umsatzeinbußen durch die coronabedingten Ladenschließungen mehr als ausgleichen.
Die Entwicklung des Gewinns stellte sich etwas schwieriger dar: Zwar stieg das um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 19,4 Prozent, der Nettogewinn sank allerdings um 9,8 Prozent auf 153 Millionen Euro. Das liege am verstärkten Online-Verkauf, der zu höheren Lieferkosten und damit einer sinkenden Bruttomarge geführt habe.
Die anhaltenden Marktschließungen im Rahmen der Coronakrise bezeichnete Ceconomy-Konzernchef Bernhard Düttmann als „eine große Herausforderung“. Er dringe deshalb auf einen klaren Fahrplan der Politik für Ladenöffnungen. Damit die Innenstädte nicht nach dem Shutdown wieder überlaufen werden, schlug Düttmann selbst gestaffelte Öffnungszeiten für verschiedene Altersgruppen vor – wichtig sei dabei allerdings, dass dieses Konzept für alle Handelsformen einheitlich gelte.
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