Spekulationen gab es bereits, nun steht es fest: Die Parfümeriekette Douglas wird ihr Filialnetz deutlich reduzieren, bis zum Herbst 2022 sollen rund 500 Läden geschlossen werden. Wie das manager magazin mit Verweis auf eine Konzernmeldung berichtet, werde es vor allem stationäre Läden in Südeuropa treffen. Aber auch hierzulande wird Douglas rund 60 der aktuell 430 bestehenden Geschäfte einstampfen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Douglas damit begonnen, das eigene Filialnetz zu prüfen. Die Coronakrise hat die Entscheidung über die Schließungen nun beschleunigt, so Douglas-Chefin Tina Müller. In Deutschland werden davon rund 600 der insgesamt 2.500 Stellen betroffen sein.
Dass es stationär im vergangenen Jahr eher schlecht lief bei der Kosmetikkette, zeigen auch die Unternehmenszahlen. Insgesamt wurde ein Erlös von 3,2 Milliarden Euro erreicht, ein Rückgang von 6,4 Prozent. Der Verlust stand bei rund 517 Millionen Euro. Ganz anders sah es dafür im Onlinegeschäft aus. Hier erreichte Douglas im Jahr 2020 erstmals eine Milliarde Euro Umsatz. Dass man online derart zulegen konnte, lag natürlich auch an Corona. Durch die Geschäftsschließungen kauften Kunden verstärkt im Internet ein. Ein Segen und Fluch zugleich für Douglas, wie sich zeigt.
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