Der bayerische Modespezialist Adler leidet unter der derzeitigen Situation im stationären Handel: Wie das Handelsblatt berichtet, verzeichnete das Unternehmen durch den Corona-bedingten Lockdown und die damit verbundenen Schließungen fast aller Filialen spürbare Umsatzeinbußen. Zwar habe sich der Anbieter intensiv bemüht, die entstandenen finanziellen Lücken mithilfe von Investoren sowie durch staatliche Unterstützung zu schließen, gelungen ist dies allerdings nicht. Aus diesem Grund musste die Adler Modemärkte AG nun Insolvenz beim Aschaffenburger Amtsgericht beantragen.
Aufgeben will man trotz der aktuellen Schieflage dennoch nicht. Adler strebe demnach ein Verfahren in Eigenverwaltung an, um sich zu sanieren. Wie das Unternehmen am Sonntagabend mitteilte, will man den Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines Sachwalters weiterhin fortführen – und zwar in vollem Umfang. „Die erneute Corona-bedingte Schließung fast aller Standorte hat uns leider keine andere Wahl gelassen“, zitiert das Handelsblatt Thomas Freude, Vorstandschef bei Adler. „Wir werden alles dafür tun, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und Adler schnellstmöglich zu sanieren und wieder in eine positive Zukunft zu führen.“
Neben der Adler Modemärkte AG seien ebenfalls Insolvenzanträge für die Tochtergesellschaften Adler Mode GmbH, die Adler Orange GmbH & Co. KG sowie die Adler Orange Verwaltung GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg eingereicht worden. Auch hier ist ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angestrebt.
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