Sabine Müller (Name von der Redaktion geändert) betreibt seit zehn Jahren einen Online-Shop. In der Coronakrise erlebte sie einen massiven Umsatzeinbruch. Um das Geschäft trotzdem weiterhin am Laufen zu halten, hat sie die Soforthilfen der Bundesregierung in Anspruch genommen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie sie die Krise erlebt und welche Erfahrungen sie mit den Coronahilfen des Staates gemacht hat.
OnlinehändlerNews: Was betreiben Sie für einen Shop und wie lange sind Sie schon im Online-Handel tätig? Wie groß ist Ihr Geschäft?
Ich betreibe seit zehn Jahren einen Echtlederwaren-Online-Handel bei Ebay und Amazon. Dazu habe ich eine eigene Homepage. Wir sind ein kleines Geschäft. Zusammen mit meinem Mann, der seit 20 Jahren Verkaufserfahrung hat, sind wir ein Zwei-Personen-Team.
Wie hat sich die Coronakrise auf Ihr Geschäft ausgewirkt?
Es war sehr dramatisch, wie bei vielen lieben Kollegen. Der Umsatz war auf einmal weg, Retouren türmten sich und die Politik hat uns kleine Händler, die doch zehntausende Euro Steuern zahlen, komplett alleine gelassen. Eine Existenzangst war und ist definitiv da. Von der Politik bin ich extrem enttäuscht.
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also zu dem Kommentar von meinem Vorredner muss ich mich jetzt wirklich einmal äußern.
In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Solo Selbständige und auch Online Händler.
Ohne Außnahme hatten alle dasselbe Empfinden und Problem, wie die Online Händlerin (Beitrag oben).
Es mag da Ausnahmen geben, aber die Regel sind massenweise Schließungen und Insolvenzen, auch von Traditionsfirme n, nicht von "Unternehmen die schon vor Corona am Limit liefen".
Was für ein Blödsinn!
Es schließen doch ganz aktuell Traditionshäuse r, die jahrzehntelang stabil und gesund waren und das sind Fakten!
Das kann nur jemand von außen sagen, der selber überhaupt nicht betroffen ist, wahrscheinlich von fetten Provisionen und Mieteinnahmen lebt oder ähnlichem.
Ich kenne viele Leute, die sehr unter der Krise leiden, nicht nur Angestellte, vor allem Selbständige. Gute Kunden von mir (bin selber Dienstleister), die ich jahrelang kenne zum Beispiel.
So einen ehrlich und vor allem von Herzen und Emotionen getriebenen Beitrag einer ehrlihen Händlerin derart in Misskredit und in den Dreck zu ziehen, ist mir nicht klar verständlich.
Ich weiß diesen Beitrag sehr zu schätzen, denn ich denke er spiegelt die Realität sehr gut wieder.
Wenn man selber nicht direkt betroffen ist, dann lassen sich gute Ratschläge immer gut erteilen...
Es ist doch logisch, dass ein Selbständiger nach 8 Wochen Probleme hat, Lebensmittel zu kaufen, das haben Angestellte nach 8 Wochen ohne Einkommen doch genauso.
Nur wenige haben doch in diesen Zeiten ein Polster für mehrere Wochen.
Es ist eine nie dagewesene Krise, das kann niemand weg reden, auch nicht mein Vorredner.
Und es gibt sehr viele Insolvenzen, die unser gesamtes Sozialsystem auf eine harte Probe stellen werden.
Das die Politik hier komplett versagt hat, leuchtet doch jedem ein.
Da sollte man nicht vorschnell Schlüsse ziehen, die andere Menschen in Misskredit ziehen.
Vor allem die Solo Selbständigen nicht, die es sich in einem Sozialstaat doch auch durchaus einfacher machen könnten...
Danke und alles Gute!
Bodo
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Ihr Artikel hört sich für mich nicht rund an, irgendwie passen einige Aussage der Online-Händleri n nicht zusammen. Seit 10 Jahren ein stabiles Geschäft und dann nach acht Wochen kein Geld mehr für Lebensmittel? Das hört sich für mich eher danach an, dass das Unternehmen schon vor Corona am Limit lief. Zudem habe ich in meinem eCommcerce-Umfe ld das Gegenteil mitbekommen, was die Umsätze anging. Die gingen nämlich durch die Decke. Aber es mag ja durchaus Ausnahmen geben.
Zu viel Nörgelei mit der Politik, dem Antragsverfahre n etc. habe ich gelesen und gehört in den letzten Monaten. Mit welchen Selbstverständn is erwarten Unternehmen Hilfe...und zwar SOFORT! Und wenn sie nicht kommt, solte man klagen... Wenn ich das lese, frage ich mich, warum denn all diese Energie nicht in die sich veränderten Rahmenbedingung en gesteckt wird? Die Krise als Chance nutzen und nicht acht Wochen lang "sich komplett allein gelassen fühlen von der Politik".
Da hatte bzw. hat es das Gaststätten- oder Kultur-Gewerbe es ja nun wesentlich schwerer, als eine Online-Händleri n.
Danke & Gruß
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