Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Statistisches Bundesamt: Coronakrise stürzt Kaufhäuser in die Krise, Online-Handel profitiert

Veröffentlicht: 06.10.2020
imgAktualisierung: 06.10.2020
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
06.10.2020
img 06.10.2020
ca. 2 Min.
Schuhladen von innen
© fiphoto / Shutterstock.com
Kaufhäuser kämpfen mit der Coronapandemie, der Online-Handel profitiert. Shop Apotheke wächst und Decathlon expandiert.


Die Coronakrise verschärft ohnehin bestehende Entwicklungen weiter: Klassische Kaufhäuser ächzen unter der Pandemie, der Online-Handel zeigt sich dagegen als valide Alternative. Wie das Statistische Bundesamt meldet, fielen die Umsätze von klassischen Kaufhäusern im August 2,4 Prozent niedriger als im Vorjahr aus. Im Zeitraum von April bis März lag das Minus sogar bei 21,3 Prozent! „Vielerorts schließen Kaufhausfilialen, Innenstädte und Fußgängerzonen verlieren damit weiter an Attraktivität“, urteilt das Statistische Bundesamt.

Auf der anderen Seite profitiere der Online-Handel stark von der Situation: Im August stiegen die realen Umsätze um 22,9 Prozent im Vergleich zu Vorjahresmonat. Im gesamten zweiten Quartal lag der Umsatzzuwachs sogar bei 32 Prozent. Die Entwicklung zeichnet sich seit Jahren ab, die Coronakrise fungiert noch als Beschleuniger. Deutlich zeige sich dies auch in der Bekleidungsbranche: Im August lag der Mode-Umsatz stationär 11,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Online dagegen waren Schuhe, Bekleidung und Sportartikel die beliebtesten Produkte und wurden von 68 Prozent der Online-Käufer bestellt.

Starkes Wachstum bei Shop Apotheke

Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke profitiert ebenfalls stark von der Coronakrise. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Erlöse im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,7 Prozent auf 238,7 Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen summiere sich das Plus damit auf 38,1 Prozent, so die Tagesschau. Die Zahl der aktiven Kunden sei seit dem Jahreswechsel um 1,2 Millionen gewachsen. Vor allem der nicht-deutschsprachige Raum gilt dabei als Treiber: In Frankreich, Belgien, Italien und den Niederlanden stiegen die Umsätze um 82,2 Prozent. Die Entwicklung spiegelt auch der positive Verlauf der Unternehmensaktie wieder, die derzeit bei knapp 160 Euro liegt.

Decathlon baut aus

Sportartikelhändler Decathlon expandiert. In den kommenden Jahren soll die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland von 4.700 auf etwa 10.000 wachsen, wie das Unternehmen laut Handelsblatt mitteilt. Die Zahl der Filialen soll von derzeit 83 auf etwa 140 wachsen. Zwar werde es bis Jahresende zu einigen Filialschließungen kommen, wie Deutschland-Chef André Weinert gegenüber der Wirtschaftswoche ankündigte, doch Neueröffnungen sollen die Schließungen ausgleichen. Die neuen Arbeitsstellen sollen auch im Online- und Logistikbereich des Unternehmens geschaffen werden.

Veröffentlicht: 06.10.2020
img Letzte Aktualisierung: 06.10.2020
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
Kommentar schreiben

Ingo Scharp
06.10.2020

Antworten

Das stöhnen der Einzelhändler kann ich oft nicht nachvollziehen. Ich war am 02.10.2020 selbst auf Shoppingtour in Cloppenburg. Fazit ernüchternd. Nicht besetzte Kassen, daher Schlangenbildun g an den noch offenen Kassen. Hab insgesamt über zwei Stunde mit Maske an diversen Kassen gestanden. Wenn sich dann noch 2 Kassiererinen bei vorbeigehen unterhalten und sich über die mangelnde Geduld der Kunden her ziehen, sorry dafür hab ich kein Verständnis. Als Verkäufer/Kassi erer sind sie von der Maskenpflicht ausgenommen.
Beim Disscouner für Lebensmittel sieht es ganz anders aus. Da tragen selbst das Personal Masken. Auch die schnelle Reaktion bei erhöhten Kundenaufkommen ist super. Warum schafft es nicht der Einzelhandel?
Beispiele: Famila, Obi C&A
Kundenfreundlichkeit fängt nicht bei einen aufgestzten Lächeln an.
Andreas
06.10.2020

Antworten

na wenn das keine gute Entwicklung für uns Onlinehändler ist?! :)))