Über das vergangene Wochenende wurden weltweit nahezu 2.000 Magento-Shops Ziel eines Hackerangriffs. Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Sansec erklärte, habe es sich um eine gezielte Attacke gehandelt: Die betroffenen Online-Shops hatten demnach alle die Shop-Software Magento 1 eingesetzt – eine Shop-System-Version, die inzwischen in die Jahre gekommen ist und für die Adobe erst im Juni 2020 den Support eingestellt hatte.
Die Angreifer sollen Schadcode in die Shop-Websites gebracht haben, um damit die Zahlungsinformationen der Kunden abzugreifen. Die Experten von Sansec gehen davon aus, dass eine bislang unbekannte Methode genutzt wurde, um Zugriff zu den Online-Shops zu erhalten – denn bisher sei die überwiegende Mehrzahl der attackierten Shops kein Opfer von Hackerangriffen gewesen. Der gezielte Angriff sei „bei weitem die größte, die Sansec seit Beginn der Überwachung im Jahr 2015 identifiziert hat“, erklären die Sicherheitsexperten.
Der Angriff zeigt deutlich, dass veraltete Systeme dringend auf den neuesten Stand gebracht werden sollten – vor allem, sobald der Support eingestellt wird. Denn dann erhält die Software in der Regel keine Sicherheitspatches mehr von offizieller Seite. Magento 1 wird nach Analysen von Sansec noch immer von 95.000 Online-Shops eingesetzt. Händler, die Magento 1 nutzen, ist ein Wechsel auf eine neuere Version des Shopsystem also dringend angeraten.
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