Oliver Samwer bekommt seinen Aktienrückkauf zum Tiefpreis. Die Finanzaufsicht Bafin erlaubt den Aktienrückkauf für 18,57 Euro pro Aktie. Dies entspreche dem gesetzlichen Mindestpreis, für den der volumengewichtete Durchschnittskurs des vergangenen halben Jahres relevant ist. Der gebotene Preis werde demzufolge nicht erhöht, wie Rocket Internet knapp mitteilt. Für die Aktionäre wird das teuer: Wer zum Börsengang von Rocket Internet Aktien zeichnete, zahlte damals 42,50 Euro pro Aktie und bekommt nun also nicht einmal die Hälfte des Preises.
Anfang September hat Rocket Internet angekündigt, sich von der Börse zurückzuziehen und den Aktionären 18,57 Euro pro Aktie zu zahlen. Das hatte heftige Kritik ausgelöst, die mit der Entscheidung der Bafin nun nicht leiser werden wird. „Das ist eine bodenlose Frechheit. Samwer hinterlässt in Deutschland verbrannte Erde. Das ist ein schwerer Schlag gegen die Aktienkultur in Deutschland“, sagt etwa Michael Kunert, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), gegenüber dem Manager Magazin. Die Aktionäre würden „eiskalt übers Ohr gehauen.“
Kommentar schreiben
Antworten
Schade, ich habe am Anfang die Samwer - Brüder bewundert.
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Und jetzt auch noch Abzockerei der Aktionäre. Mit Luftschlösser-H ype zum Börsenstart den Ausgabekurs und die Kapitalisierung möglichst hoch treiben. Dann ein paar Jahre lang Projekte gegen die Wand fahren lassen, so dass der Aktienkurs von der Realität eingeholt wird und um 70% fällt, und dann das Unternehmen zum Schnäppchenprei s zurückkaufen. Das dürfte vermutlich das lukrativste Geschäft ever für Rocket Internet gewesen sein.
Von "Eigentum verpflichtet" hat man hier wohl noch nie gehört - und lacht vermutlich darüber.
Einfach verachtenswert.
Ihre Antwort schreiben