Das Insolvenzverfahren über Wirecard wurde inzwischen von dem Amtsgericht München eröffnet. Wie das Gericht laut Spiegel mitteilte, geht es konkret um die Wirecard AG sowie sechs Konzerntöchter. Michael Jaffé, der sich bereits in den vergangenen Monaten um das Unternehmen gekümmert hatte, wurde nun offiziell zum Insolvenzverwalter bestellt – und hatte zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens keine guten Nachrichten für die Mitarbeiter: Rund 730 der insgesamt 1.300 Beschäftigten soll gekündigt werden, teilte Jaffé mit. Von den Kündigungen seien auch die verbleibenden Vorstände betroffen, führt der Insolvenzverwalter aus.
Die wirtschaftliche Lage der Wirecard AG sei „angesichts der fehlenden Liquidität und der bekannten skandalösen Begleitumstände äußerst schwierig“. Restrukturierungs- und Kostenanpassungsmaßnahmen, wie sie in Insolvenzverfahren üblich sind, seien bei Wirecard nicht ausreichend, meint Jaffé. Es brauche tiefe Einschnitte, um eine Verwertung des Kerngeschäfts möglich zu machen.
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