In den USA ist es offenbar zu einem großen Betrugsfall bei den Corona-Hilfen gekommen. Ein 24-Jähriger in New York habe die Identität mehrerer Prominenter genutzt, um sich staatliche Corona-Darlehen zu erschleichen. Von den Geldern habe er sich dann zahlreiche Luxusartikel, etwa einen Mercedes und eine goldene Rolex-Uhr, gekauft. Wie der Stern berichtet, führe der Beschuldigte ein Unternehmen mit 14 Angestellten.
Laut Anklage habe er aber die Identitäten von 90 Prominenten genutzt, die angeblich Gelder für ihre Mitarbeiter beantragen. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll der 24-Jährige Corona-Darlehen für mehr als 200 Mitarbeiter beantragt haben – insgesamt handelte es sich offenbar um einen Wert von sieben Millionen Dollar. 3,7 Millionen Dollar seien dabei gewährt und 2,8 Millionen bereits an ihn ausgezahlt worden. Der Mann sei nun wegen Betrugs angeklagt.
Anfang August wurde auch in Deutschland ein Millionen-Betrug mit Corona-Hilfen aufgedeckt: Ein 36-jähriger Unternehmensberater aus dem Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) habe 15 Millionen Euro an Corona-Hilfen beantragt und 7,4 Millionen Euro bereits ausgezahlt bekommen, bevor ihm die Ermittler auf die Schliche kamen.
In Nordrhein-Westfalen war die Auszahlung der Soforthilfen Anfang April ebenfalls aufgrund von Betrugsverdacht vorübergehend gestoppt worden. Betrüger hatten gefälschte Soforthilfe-Antragsformulare genutzt, um Daten von Unternehmen abzugreifen und mit diesen Daten dann selbst die finanzielle Unterstützung für sich beantragt (wir berichteten).
Kommentar schreiben