Die Coronakrise hat in einigen Branchen des Online-Handels für einen Wachstumsschub gesorgt, da die Menschen ihre Einkäufe verstärkt ins Netz verlagert haben. Der Mode-Handel konnte anfangs von diesem Effekt nicht profitieren – doch das ändert sich nun offenbar: Zalando kann, wie die Internet World berichtet, „nach anfänglichen Schwierigkeiten immer stärker von dem veränderten Kaufverhalten“ profitieren.
Demnach rechne der Berliner Mode-Händler mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und operativem Gewinn. Schon im zweiten Quartal habe die Entwicklung „deutlich“ über den mittleren Erwartungen der Analysten gelegen. Branchenexperten hatten bisher mit einer Steigerung um 19 Prozent beim Bruttowarenvolumen und 16 Prozent beim Umsatz gerechnet.
Musste Zalando im März noch mit einigen Schwierigkeiten kämpfen, seine Prognose streichen und ein gewaltiges Sparpaket ankündigen, konnte das Management bereits im April leichte Entwarnung geben. Inzwischen rechnet Zalando wieder mit guten Geschäften: Die Erlöse sollen um 10 bis 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Das bereinigte Ebit soll mit 100 bis 200 Millionen zwar unter dem Vorjahreswert, aber deutlich über den Analystenerwartungen liegen.
Die zeigen sich durch die Entwicklung auch positiv gestimmt und zuversichtlicher als nooch vor ein paar Monaten. Auch die Zalando-Aktie erholte sich von dem Corona-Schock, der das Papier zeitweise auf 27 Euro drückte. Anfang Juli erreichte die Zalando-Aktie ein neues Hoch von rund 66 Euro. Im laufenden Jahr entspricht das einem Kursplus von etwa 44 Prozent.
Kommentar schreiben