1. „Hauruck-Digitalisierungen sind verzweifelte Überlebensversuche“
2. „Der Schlüssel zum Überleben: Neues entstehen zu lassen, das auf dem Alten aufbaut“
3. Diese Branchen haben die größten Corona-Effekte
4. So sollten Unternehmen Innovationen umsetzen
5. „Es werden viele scheitern, die auch ohne Krise ein dünnhäutiges Geschäftsmodell hatten“
Das Schweizer Unternehmen Stryber ist ein Corporate Venture Builder und baut für und mit anderen Unternehmen wie Migros und Swisscom StartUps auf. Dass der Firma Digitalisierung im Blut liegt, sieht man auch an der Beschreibung der Teamseite: Die Mitarbeiter werden „Stryborgs“ genannt. Die Stryber-Mitgründer Alexander Mahr und Jan Sedlacek erklären im Interview, warum Digitalisierung nicht nur in der Coronakrise zur Überlebensfrage wird, wie stationäre und Online-Unternehmen ihr Geschäftsmodell für die Zukunft ausrichten sollten und aus welchen Bereichen sich die Politik in der Krise heraushalten sollte.
OnlinehändlerNews: Der Handel darbt in der Coronakrise: Vor allem rein stationäre Anbieter leiden besonders und versuchen teils noch, gezwungenermaßen in den E-Commerce einzusteigen – zu spät?
Alexander Mahr: Es ist aktuell wesentlich einfacher, Umsatz im bestehenden Kerngeschäft auf digitale Vertriebskanäle zu verschieben – vorausgesetzt, diese Kanäle sind bereits ausgereift genug, um der absoluten Nachfrage und den Konsumenten-Bedürfnissen gerecht zu werden. Damit haben aber sicher viele rein stationäre Anbieter Probleme, da es schwierig ist, aus diesen kurzfristigen Effekten ein substanzielles Geschäft zu entwickeln.
Wenn man aktuell Webcams auf Lager hat, hat man vielleicht ein begehrtes Produkt, aber E-Commerce gibt es seit über 25 Jahren. Geschäftsmodelle haben sich entwickelt, Marktanteile sind verteilt. Da genügt es nicht, „gezwungenermaßen” einzusteigen. Man muss sich schon darauf einlassen – und das heißt insbesondere, nicht einfach zu versuchen, offline eins-zu-eins auf online zu münzen.

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Im Portofolio von Stryber sehe ich leider noch nicht mal ein Ruderboot.
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