Sennheiser machen Event-Absagen und Ladenschließungen zu schaffen
Auch Sennheiser geht es aktuell nicht so gut. Noch im vergangenen Jahr konnte der Audioexperte einen Rekordumsatz von mehr als 756 Millionen Euro und einen leicht abgesackten operativen Gewinn von 18,5 Millionen Euro verbuchen. Doch die Coronapandemie hat die Geschäfte erschüttert.
„Die gesamte Veranstaltungs- und Musikindustrie ist durch die Corona-Pandemie weltweit praktisch zum Stillstand gekommen“, zitiert das Handelsblatt Co-CEO Daniel Sennheiser. „Die Krise hat viele unserer Kunden – speziell die Verleiher – sehr hart getroffen. Viele sind in ihrer Existenz bedroht.“ Bei Sennheiser sei beispielsweise der Verkauf von Profi-Mikrofonen eingebrochen. Auch Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) verwies auf die desolate Lage des Wirtschaftszweig, der aktuell am Boden liege und es „kein Licht am Ende des Tunnels“ gebe.
Aufgrund der massiven Umsatzeinbrüche müsse Sennheiser nun agieren und Stellen abbauen: Weltweit bis zu 650 Arbeitsplätze sollen in einem Zeitraum bis Ende 2022 gestrichen werden. Auf dem deutschen Markt, wo das Unternehmen etwa jeden zweiten seiner 2.800 Mitarbeiter beschäftigt, seien rund 300 Stellen betroffen. „Wir sind ein Familienunternehmen, und jeder einzelne unserer Mitarbeiter ist Teil des Teams. Deshalb fällt uns dieser Schritt sehr schwer“, kommentiert Andreas Sennheiser, ebenfalls CEO der Firma.
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