Die beiden US-Bundesstaaten Kalifornien und Washington nehmen Amazon offenbar deutlicher ins Visier, um den Umgang des Unternehmens mit seinen Händlern zu untersuchen. Dabei soll es um die Vorwürfe gehen, dass Amazon-Mitarbeiter Daten von Verkäufern genutzt haben sollen, um konkurrierende Produkte anzubieten. Wie t3n.de berichtet, soll Washington zudem prüfen, ob Amazon es den Händlern darüber hinaus erschwert, Produkte auf anderen Plattformen zu verkaufen.
Das Justizkomitee des US-Repräsentantenhauses hatte Amazon-Chef Jeff Bezos vergangenen Monat dazu aufgefordert, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Auch in der EU droht dem Konzern Ärger: Die EU-Kommission soll kurz davor stehen, ein offizielles Kartellverfahren gegen Amazon einzuleiten (wir berichteten).
Die EU hatte bereits vor einem Jahr eine offizielle Untersuchung gegen den US-Konzern gestartet, die nun zu einem Kartellverfahren führen könnte. Auch hier geht es um den Vorwurf, dass Amazon die Daten seiner Händler dazu nutze, um eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Amazon hält sich zu den Vorwürfen bedeckt und hat sich auch noch nicht zu den Untersuchungen in den USA geäußert. Laut t3n.de wollten die Generalstaatsanwaltschaften von Washington und Kalifornien die Untersuchungen ebenfalls nicht kommentieren.
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